Teamzuwachs bei GrünStattGrau

Bauwerksbegrünungen gelten als wichtige Ersatzlebensräume für die durch zunehmende Flächenversiegelung und Intensivierung der Landwirtschaft bedrohte Flora und Fauna.

GrünStattGrau freut sich mit Elisabeth Gruchmann eine Expertin für Biodiversität und Bauwerksbegrünung im Team zu begrüßen. Sie beschäftigt sich im Speziellen mit Dachbegrünungen als wertvollen Lebensraum für Wildbienen in der Stadt.

Elisabeth Gruchmann:

„Ich bin im ländlichen, aber stadtnahen Raum von Salzburg aufgewachsen. Nach der Matura und einem anschließenden Auslandsjahr in London begann im Herbst 2011 mein Studium der Landschaftsplanung und -architektur an der Universität für Bodenkultur Wien (BOKU).

Mein Schwerpunkt liegt dabei im Bereich Vegetationstechnik, wobei ich mich vor allem mit dem Thema der artenreichen Grünen Infrastruktur beschäftige.

Im Frühjahr 2016 verbrachte ich ein Erasmussemester an der Sveriges Lantbruksuniversitet (SLU) in Alnarp/ Schweden. Im Zuge dessen beendete ich vor der Abreise in den Norden meine dreijährige floristische Arbeit bei der Firma Lederleitner GmbH. Durch diverse Praktika konnte ich bereits Erfahrungen im Assistenzbereich verschiedener Branchen sammeln, nicht zuletzt auch bei der Mitgestaltung der European Urban Green Infrastructure Conference in Wien (2015) und in Budapest (2017).

Während meiner Tätigkeit als Tutorin an der BOKU übernahm ich u.a. die Organisation eines Wildbienen-Workshops am Dach des Postverteilerzentrums Inzersdorf. Dieses Solargründach ist Teil meiner Untersuchung der Diplomarbeit, an der ich gerade arbeite. Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, die Wildbienendiversität auf extensiven Solargründächern im Großraum Wien zu erfassen. Dabei soll der Einfluss von Solarpaneelen mit der Kombinationsbauweise von Dachbegrünung auf das Wildbienenvorkommen aufgezeigt werden.

Seit Dezember 2017 arbeite ich nun als Projektassistentin bei der GrünStattGrau Forschungs- und Innovationslabor GmbH und beschäftige mich, nebst meinem vielfältigen Aufgabenbereich, mit der Sensibilisierung der ökologischen Bedeutung von biodiversen Bauwerksbegrünungen.“

Biene Majas ‚wilde Schwestern’ in der Großstadt

 

Wussten Sie, dass…

  • …Österreich mit bislang 696 nachgewiesenen Wildbienenarten die höchste Diversität aller mitteleuropäischen Staaten aufweist? Weltweit wurden bereits 20.214 Bienenarten beschrieben
  • …Wildbienen bis auf ein paar wenige Ausnahmen solitär leben und keinen Honig produzieren?
  • …2/3 der gesamten Bestäubungsleistung auf die Arbeit von Wildbienen und Schwebfliegen zurückzuführen ist?
  • …Wildbienen im Vergleich zur Honigbienen wesentlich effektivere Bestäuber sind, da diese für doppelt so viele Fruchtansätze bzw. Samenanzahl sorgen?
By | 2018-01-23T14:52:23+00:00 Januar 23rd, 2018|