Urbane GmbA

Urbane Grünraumpotenziale iM verBauten BestAnd

Das Projektziel war, das Grünflächenpotenzial am Gebäude- und im verbauten Bestand (vertikal und horizontal) in Wien zu sondieren.  Dazu wurden derzeit verfügbare Erhebungsinstrumente angewendet und geprüft.

15. November 2018

Ausgangssituation

Die quantitative Erhöhung der urbanen Grünflächen ist längst nicht mehr die alleinige Vision ökologisch orientierter Minderheiten. Spätestens seit dem Klimaabkommen von Paris 2015 rückte der Bedarf an Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels auf die obersten Agenden politischer und behördlicher Ebenen.

Naturnahe Lösungen sollen ein integraler Bestandteil als Alternative oder Ergänzung zur grauen Infrastruktur in der räumlichen Entwicklung sein. Die Restrukturierung urbaner Flächen, insbesondere von Gebäude- und verbauten Beständen, mit Vegetation sowohl in horizontalen als auch vertikalen Flächen ist mit vermutlich höheren Begrünungspotenzialen hinterlegt als die alleinige Berücksichtigung begrünter Neustrukturen.

 

Inhalte und Zielsetzungen

Zur großflächigen Erhöhung urbaner grüner Infrastrukturen am Gebäude- und verbauten Bestand bedarf es verlässlicher Grundlagendaten zu den aktuellen Flächenpotenzialen. Über die derzeit verfügbaren Instrumente können diese nur eingeschränkt erhoben werden. Die Komplexität liegt in vielen verschiedenen und fragmentierten Ansätzen, die in der praktischen Anwendung an Limits stoßen.

Rooftop

(C) Konsortium urbane GmbA

 

 

Methodische Vorgehensweise

Urbane GmbA sondiert, wie und in welchen Bereichen eine Zusammenführung der bestehenden Systeme erfolgen kann, um ein entsprechendes F&E-Vorhaben für ein umfassendes Erhebungsinstrument vorzubereiten. Dazu werden derzeit verfügbare Erhebungsinstrumente praktisch angewendet und geprüft.

Die Anwendungsergebnisse werden an den Projektgebieten Neulerchenfelderstrasse und Innerfavoriten Kretaviertel evaluiert und verifiziert. Im Rahmen des Projektes werden mögliche Maßnahmen und “State of the Art”-Technologien zur Erweiterung der grünen Infrastrukturen definiert und kategorisiert und der Technology Readiness Level geprüft. Zu diesen Methoden zählen u.a. der Gründachpotenzialkataster der Stadt Wien, der Verdachtsflächenkataster zu Brachflächen und die Auswertung von Luftbildaufnahmen, wie auch das Ground Penetrating Radar.

Zusätzlich sondiert Urbane GmbA ökonomische Bewertungsansätze, weitere Innovationspotenziale und Technologieinnovierungen und definiert zielgerichtete Forschungs- und Entwicklungsbedarfe für die Forschung, die Stadtplanung und die Umsetzung.

Projektleitung

Univ.-Prof. in DIin Dr. in Rosemarie Stangl, Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau, Universität für Bodenkultur Wien

Projektpartner:
  • AIT Austrian Institute of Technology
  • MA22 Wiener Umweltschutzabteilung
  • GRÜNSTATTGRAU GmbH

GrünstattGrau wird ermöglicht durch

Logo vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Logo von FFG
Logo Stadt der Zukunft Innovationslabor

Stadt der Zukunft ist ein Forschungs- und Technologieprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Es wird im Auftrag des BMVIT von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik ÖGUT abgewickelt.

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