Nachlese: Workshop „GET-ET Dashboard: Anwendung & Anforderungen“
Workshop mit Live Demo und Co-Creationphase (zum Erfassen des Nutzer:innen Feedback)
1) Ziel & Vorgehen
Ziel des Workshops war es, konkrete Anforderungen und prioritäre Anwendungsfälle für das GET-ET Dashboard zu sammeln mit Fokus auf nutzbare Outputs (z. B. Zeitreihen, Karten, Diagramme), benötigte räumliche Abdeckung (Koordinaten/Polygon), gewünschte Auflösung sowie Update-Intervalle (täglich, monatlich).
Mittels Mural wurden die Bedürfnisse, Wünsche und Feedback der Teilnehmer:innen abgefragt. Anhand von verschieden farbigen Post-its wurde das Feedback der Teilnehmerinnen 1) KLAR! – und KEM Manager:innen, 2) Städte und Gemeinden, 3) Governance (Ministerien, Magistrate), 4) Forschung und 5) private Unternehmen zugeordnet und dokumentiert.
Zur Priorisierung erhielt jede teilnehmende Person drei Punkte, die auf jene Themen vergeben wurden, die aus Sicht der Anwender:innen prioritär behandelt werden sollen.
2) Ergebnisse – priorisierte Themen
Die Priorisierung durch die Teilnehmer:innen zeigte besonders hohen Bedarf bei folgenden Punkten:
- Entscheidungsgrundlagen & Planung: u. a. „Grünflächen einmessen für weitere Planungen“ sowie „Darstellung Stadtebene + Download für Präsentationen“.
- PV-Freiflächen-Potenzial: Potenzialdarstellungen zur Einsparung von Vorstudien und zur Unterstützung beim Übergang „hin zum Umsetzen“.
- Zeitreihen & Karten (Polygone): Kombinierte Darstellung und Auswertung als Kernelement des Dashboards.
- Urbaner Detailgrad: Wunsch nach möglichst hoher Auflösung in urbanen Gebieten (bis hin zu sehr feinen Anwendungsfällen, genannt wurde u. a. 50 cm).
- Vegetation & Wald: „Kronenabdeckung“, „Analyse Wald“, „Stresserkennung“ sowie Darstellung von Vitalität und Stabilität von Wäldern.
- Wasserhaushalt / Bodenfeuchte / Evapotranspiration: Priorität für „Veränderung Evapotranspiration bis 2050/2100“, „Wasserbilanz“, „Bodenfeuchte“ sowie „Wassereinsparungspotenziale ermitteln“.
- Planungsunterstützung in der Praxis: u. a. „Planung von Beschattungslösungen“ sowie Nutzung für Naturgefahren-Checks und natürlichen Wasserrückhalt.
- Baumbezug / Geodaten: „Koordinaten für Bäume zur Planung (als Punkt = Stammmittelpunkt)“.
3) Ergänzende Diskussion: Bewässerungsoptimierung
Im Anschluss an die Priorisierung entwickelte sich eine vertiefende Diskussion zur Anwendung des Dashboards für die Bewässerungsoptimierung, insbesondere in Städten. Dabei wurde der Wunsch deutlich, Bewässerungsplanung und -steuerung stärker datenbasiert zu unterstützen, ohne dafür zuerst ein flächendeckendes Messnetz (Sensorik) installieren zu müssen.
Der Bedarf von Städten nach einer optimierten Bewässerungsplanung durch das GET-ET Data Explorer Dashboard wurde dabei klar hervorgehoben. Thematisiert wurden insbesondere:
- Bodenfeuchtigkeit als zentrale Entscheidungsgröße (z. B. für Stress- und Bedarfserkennung).
- Der Bezug zur Bewässerung grüner Infrastrukturen (Parks, Straßenbäume, Gründächer etc.).
- Sowie die Notwendigkeit, Pflanzen in Hitze- und Trockenperioden ausreichend zu versorgen, damit Transpiration bzw. Evapotranspiration stattfinden kann und dadurch Kühl- und Ökosystemleistungen erhalten bleiben.


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