Knapp 40 Grad in der Stadt – und jetzt?
Die für das kommende Wochenende prognostizierten Temperaturen im Osten Österreichs verdeutlichen, dass unsere Städte noch nicht ausreichend auf den Klimawandelvorbereitet sind.
Wien (OTS) – GRÜNSTATTGRAU, Verband für Bauwerksbegrünung und ÖGLA | Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur:
Wer zur Klimaanlage greift, verschärft das Problem
Klimaanlagen kühlen Innenräume zwar kurzfristig, lösen aber das Problem der überhitzten Stadt nicht. Ganz im Gegenteil, sie erzeugen zusätzliche Wärme, die in die Umgebung abstrahlt und die Belastung im öffentlichen Raum zusätzlich verschärft. Langfristig braucht es nachhaltige Alternativen, die Hitze auf natürliche Weise puffern, sogenannte naturbasierte Lösungen.
Systemrelevante grüne Infrastruktur
Pflanzen kühlen Städte auf mehreren Ebenen: Sie beschatten Oberflächen, reduzieren direkte Sonneneinstrahlung und senken damit die Aufheizung von Fassaden, Dächern und Straßenräumen. Zugleich kühlen sie durch Verdunstungsleistung. „Das macht Bäume, Beete, Grünanlagen und Bauwerksbegrünungen zu natürlichen Klimaanlagen und somit zur unverzichtbaren, systemrelevanten Infrastruktur in klimawandelgeplagten Städten“, sagt Stephanie Drlik, Geschäftsführerin der Österreichischen Gesellschaft für Landschaftsarchitektur. „Die Begrünung der Städte ist nicht optional, sondern Pflichtprogramm.“
Viele Städte und Gemeinden haben bereits Strategien zur Klimawandelanpassung entwickelt. Die Herangehensweisen der Städte sind sehr unterschiedlich, doch was die Vorhaben vielerorts verbindet: ihre Umsetzung schreitet zu langsam voran. Noch immer werden Stadträume und Gebäude nicht konsequent genug begrünt.
Stadtgrün muss Pflichtprogramm werden
Der Handlungsbedarf für die „grüne Wende“ ist seit langem bekannt, auch das Know-how und die notwendigen Technologien sind längst vorhanden. Doch das Wissen muss schneller als bisher in Umsetzung kommen. Als erste Anlaufstelle kann GRÜNSTATTGRAU mit dem GREENING CHECK, einer Erstberatung für Gebäudebegrünungsvorhaben, zu Rate gezogen werden. „Knapp 40 Grad in Städten, das ist ein alarmierendes Warnsignal. Die Antwort darauf darf nicht bloß eine Abkühlung der Innenräume durch Klimageräte sein. Um die Extremtemperaturen langfristig in den Griff zu bekommen, müssen Städte so gebaut werden, dass derartige Hitzeinseln erst gar nicht entstehen“, sind sich Mauss und Drlik einig. Und wie so oft bietet hier die Natur die besten Lösungen: „Kühlende Pflanzen die Schatten spenden, durch Verdunstung kühlen und Oberflächen die Wasser speichern und die Pflanzen versorgen, das ist die städtische Infrastruktur der Zukunft“.
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GRÜNSTATTGRAU Forschungs- und Innovations-GmbH
DI Katharina Mauss
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