greening UP!

Nachhaltige Grünpflege, Wartung, Instandhaltung von vertikalen Begrünungen inkl. rechtliche Aspekte

Angesichts der stetigen Abnahme innerstädtischer Grünflächen bei gleichzeitig wachsenden globalen klimatischen Veränderungen, welche insbesondere in Städten zu urbanen Hitzeinseln führen, nehmen Gebäudebegrünungen immer mehr an Bedeutung zu. Vertikale Gebäudebegrünungen, wie komplexe fassadengebundene Begrünungen oder bodengebundene Begrünungen in Außenräumen stellen Gegenmaßnahmen und Lösungen dar. Vor dem Hintergrund von Nachverdichtungen in Städten haben gerade Vertikalbegrünungen aufgrund dessen, dass sie nahezu keine Grundstücksfläche verbrauchen ein umfangreiches Anwendungspotenzial.
Neben günstigen Auswirkungen auf das Stadtklima erhöhen Fassaden- und vertikale Innenraumbegrünungen auch das Wohlbefinden der Menschen und steigern daher die Lebens- und Wohnqualität der urbanen Bevölkerung im direkten Wohn- und Arbeitsumfeld. Damit verbinden vertikale Begrünungen positive Wirkungen auf die Umwelt, das Mikroklima sowie auf die allgemeine und individuelle Lebensqualität im städtischen Raum.
Praxiserfahrungen des Konsortiums zeigen, dass die Wartung und Pflege vertikaler Begrünungen im Innen- und Außenraum häufig vernachlässigt wird. Insbesondere innovative Fassadenbegrünungen (Systemlösungen) werden oft ausschließlich als „technologisches Produkt“ gesehen und fundierte Hinweise und Konzepte für eine langfristige Pflege und Wartung für das jeweilige Begrünungssystem, das mit dem „lebendigen Baustoff Pflanze“ arbeitet, werden meist außen vorgelassen.

Im vorliegenden Projekt „greening UP!“ werden zunächst umfassende Erhebungen und Analysen von ausgewählten vertikalen Gebäudebegrünungen im Außenraum (boden- und systemgebundene Fassadenbegrünungen) sowie von vertikalen Innenraumbegrünungen – unter Einbezug der unterschiedlichen NutzerInnen-Gruppen und Stakeholder – durchgeführt. Es werden zielgruppengerechte Konzepte zur Grünpflege, Wartung, Instandhaltung sowie zur Steuerung und Regelung von Begrünungssystemen – unter Berücksichtigung von (bau)rechtlichen Aspekten von Fassadenbegrünung u.a. im Zusammenhang mit Grundstücksgrenzen – erarbeitet.

PROJEKTKONSORTIUM:
Dipl.-Ing. Ralf Dopheide e.U.
Technische Universität Wien
Universität für Bodenkultur Wien
Büro für Nachhaltige Kompetenz B-NK
TreeBee-Iring Süss e.U.
Rechtsanwalt Mag. Peter Skolek

 

Beginn

Okt 2018

Ende

Sep 2020

Förderprogramm

Stadt der Zukunft 5. Ausschreibung

Projektergebnisse

Die Projektergebnisse (Wissen über Grünpflege, Wartung etc.) richten sich an die BesitzerInnen, BetreiberInnen und NutzerInnen von Begrünungssystemen. Das im Projekt generierte Wissen wird mithilfe des „greening-UP!“-Wissenspools für die Zielgruppe verfügbar gemacht und durch die Konzeption eines digitalen Tools zur „Ersten Grünen Hilfe“ aufbereitet. Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, anhand Best-Practice-Beispielen eine Grundlage zu schaffen, um vertikale Begrünungen langfristig intakt zu halten und infolgedessen großflächige, innovative vertikale Begrünungsvorhaben in den Städten der Zukunft zu ermöglichen.

Projektpartner

 

 

 

GrünstattGrau wird ermöglicht durch

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Stadt der Zukunft ist ein Forschungs- und Technologieprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Es wird im Auftrag des BMVIT von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik ÖGUT abgewickelt.

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