PV-Dachgarten

Erneuerbare Energie produzieren, zunehmende Flächenversiegelung kompensieren, Mikroklima verbessern, CO2 reduzieren und Regenwasser speichern und die Lebensdauer der Dachhaut verlängern — all dies sollte ein kombiniertes System am Dach leisten. Konkurrierende Dachnutzungen werden erstmals interdisziplinär bearbeitet. Das kann nur ein kooperatives Forschungsteam erreichen und in reale Projekte umsetzen. Aufgrund der steigenden Bedeutung von erneuerbarer Energieerzeugung am Gebäude kommt gebäudeintegrierter Photovoltaik zunehmend eine Schlüsselrolle zu. Viele Flachdächer von Neu- und Altbauten werden derzeit nicht genutzt und stellen damit eine bedeutende Ressource für die Verbesserung der Lebensbedingungen in urbanen Regionen dar. Das Projekt „PV-Dachgarten“ setzt den Mensch in den Mittelpunkt und erbringt den Beweis, dass der „m²“ Flachdach gleichzeitig für Menschen, Pflanzen und Energieflächen genutzt werden kann.

SHORT FACTS Pflanzenwelt
• Intensive Begrünung mit einer Substrathöhe von ca. 35 cm
• Bewässerungssystem mit Tröpfchen-Bewässerung
• Sprühnebelanlagen gegen sommerliche Überhitzung
• Ausgetestete ein– und mehrjährige Pflanzfamilien untersucht nach Lichtsituation, nach Pflanzenwachstum, Pflanzengesundheit und Wasserverbrauch
• Schatten gegen sommerliche Überhitzung und Bindung von Feinstaub aus der Luft

Ergebnis: Die ausgewählten Pflanzen und Blütenpflanzen bewähren sich auch im stärker beschatteten Bereich und genießen die Abschattung während der Mittagszeit.

Innovationsgehalt:
• Nutzung des gleichen m² für Pflanzen, Menschen und Energie.
• Schaffung von zusätzlichem grünem Lebensraum im Stadtgebiet als Ausgleich für die Versiegelung von Grünflächen durch neue Bauvorhaben.
• Verbesserung des urbanen Mikroklimas und Bindung von Schadstoffen in den Pflanzen, sowie mehr Komfort durch Sprühnebelanlagen gegen sommerliche Überhitzung.
• Sonnenstrom durch integrierte Photovoltaik und verbesserte Standortbedingungen durch Abschattung für geeignete Pflanzfamilien.
• Eigenenergieverbrauchsquote bis 100% und damit Entlastung der öffentlichen Netze.
• Entlastung der Abwassersysteme durch Regenwasserrückhalt von 90% bei Starkregen
• Modularer Aufbau in Holz, Stahl oder Aluminium.
• Schwerkraftanlage ohne Dachdurchdringungen für den Neu- wie für den Altbau.

(Quelle: ATB Becker)

 

PV Dachgarten (©Irene Zluwa)
PV-Dachgarten (©GRÜNSTATTGRAU/BOKU)

Beginn

Apr 2013

Ende

Okt 2015

Förderprogramm

COIN Cooperation & Innovation - Programmlinie Kooperation & Netzwerke

Projektergebnisse

BIPV in Form des PV-Dachgartens ermöglich architektonische Gestaltungsvielfalt am bisher ungenutzten Flachdach und ermöglicht die Verschönerung der unwirtlichen Dachlandschaften im urbanen Raum. Zudem verbindet der PV-Dachgarten die gesetzlich vorgegebenen lokalen Verpflichtungen zur Nutzung von erneuerbaren Energien bei gleichzeitiger Schaffung von Grünbereichen.

Projektpartner

 

 

Tipp: Dieses Projekt kann im Rahmen einer GRÜNSTATTGRAU Exkursion besichtigt werden.

 

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