Die Stadt Wien fördert Dach- und Fassadenbegrünung 2027
Begrünte Dächer und Hauswände sollen in Wien für mehr Grün sorgen. Die Stadt Wien unterstützt sowohl Dach- als auch Fassadenbegrünungen mit finanziellen Förderungen und bietet Beratung bei der Planung an.
Für die Begrünung von Dächern stellt die Stadt Wien eine Förderung von bis zu 30.000 Euro pro Dach zur Verfügung. Die Umweltschutzabteilung (MA 22) unterstützt damit entsprechende Begrünungsmaßnahmen. Für Interessierte gibt es außerdem eine kostenlose Erstberatung: Im Auftrag der Stadt Wien bietet DIE UMWELTBERATUNG ein Informationsservice zum Thema Gebäudebegrünung an. Die erste Beratungsstunde wird von der Stadt Wien bezahlt.
Auch für Fassadenbegrünungen gibt es Unterstützung. Straßenseitige Fassadenbegrünungen werden von der MA 22 mit bis zu 10.000 Euro gefördert. Für Fassadenbegrünungen auf Privatgrundstücken sind bis zu 5.000 Euro vorgesehen. Zusätzlich unterstützt die Stadt Antragsteller*innen dabei, die für die Errichtung notwendigen Genehmigungen zu erlangen.
Beratung für Begrünungsprojekte
Neben der Erstberatung durch DIE UMWELTBERATUNG gibt es weitere Angebote. Im Rahmen der Angebote „BiodiversitätsFit!“ und „OekoBusiness Check“ kofinanziert OekoBusiness Wien Beratungsleistungen für Wiener Betriebe und übernimmt dabei bis zu zwei Drittel der Beratungskosten. Auch Planungsbüros sowie die Kompetenzstelle für Bauwerksbegrünung GRÜNSTATTGRAU unterstützen bei der Planung. Beratungsleistungen werden in einem festgelegten Verhältnis zu den Gesamtkosten mitgefördert.
Für beide Formen der Begrünung stellt die Stadt Wien außerdem Informationsmaterial zur Verfügung. Für Dächer gibt es einen Leitfaden zur Dachbegrünung, der verschiedene Dachbegrünungssysteme sowie deren ökologische und technische Funktionen und gestalterische Möglichkeiten beschreibt. Für Fassaden stehen unter anderem eine Checkliste, ein Leitfaden und ein Folder mit Informationen zu Begrünungsmöglichkeiten und notwendigen Genehmigungsschritten zur Verfügung.
Unterschiedliche Formen der Begrünung
Bei Dächern unterscheidet die Stadt Wien zwischen extensiver und intensiver Dachbegrünung. Extensive Dächer kommen mit wenigen Zentimetern Bodenaufbau, mindestens acht Zentimetern, aus. Die Vegetationsschicht ist nicht begehbar. Sie benötigen wenig Pflege und keine Bewässerungsanlage. Intensive Dachbegrünungen benötigen mindestens 30 Zentimeter Bodenaufbau. Darauf können unter anderem begehbare Wiesen, Sträucher, Bäume und Gemüsebeete angelegt werden. Bei dieser Form sind in der Regel Pflege und künstliche Bewässerung erforderlich. Wegen des höheren Flächengewichts sollte die Statik der Dachkonstruktion geprüft werden.
Bei Fassaden wird grundsätzlich zwischen bodengebundener und fassadengebundener Bepflanzung unterschieden. Bei bodengebundenen Varianten können beispielsweise Wilder Wein oder Efeu eingesetzt werden. Andere Kletterpflanzen wie Wein, Clematis, Glyzinie oder Kiwi benötigen Kletterhilfen. Fassadengebundene Systeme arbeiten dagegen unter anderem mit Pflanztrögen, die über die Fassade verteilt werden. Der Errichtungs- und Instandhaltungsaufwand ist dabei laut Stadt Wien deutlich höher als bei bodengebundener Bepflanzung.
Fassadenbegrünung künftig vorgesehen
Die Stadt Wien weist außerdem darauf hin, dass künftig bei jeder neuen Festsetzung oder Abänderung eines Flächenwidmungs- und Bebauungsplanes die Fassadenbegrünung im gesamten Bauland vorgeschrieben wird. Dabei soll nicht zwischen bereits bestehenden Stadtvierteln und neuen Stadtentwicklungsgebieten unterschieden werden. Auch vorgeschriebene Fassadenbegrünungen sind laut Stadt Wien förderwürdig.
Für Dachflächen gibt der Gründachpotenzialkataster Auskunft darüber, welche Dachflächen sich aufgrund ihrer flachen Neigung prinzipiell für eine Begrünung eignen.
Damit bietet die Stadt Wien sowohl für begrünte Dächer als auch für begrünte Fassaden finanzielle Unterstützung, kostenlose Erstberatung und weitere Informationen zur Planung und Umsetzung.

© Stadt Wien, Rathaus, A-1010 Wien © GRÜNSTATTGRAU

