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GreenScape CE Abschlusskonferenz in Brüssel

Naturbasierte Lösungen als Motor der urbanen Transformation


Am 5. Februar 2026 fand in Brüssel die Abschlusskonferenz des europäischen Projekts GreenScape CE statt. Nach 36 Monaten intensiver transnationaler Zusammenarbeit markierte die Veranstaltung einen wichtigen Meilenstein für die Integration von Nature-based Solutions (NbS) und grüner Infrastruktur (GI) in die Stadtentwicklung Zentral- und Südosteuropas. Gastgeber war die Belgisch-Italienische Handelskammer, die Vertreter:innen aus europäischen Institutionen, Städten, Regionen, Forschung und Zivilgesellschaft zusammenbrachte. 

Gemeinsame Herausforderungen, gemeinsame Lösungen 

Städtische Räume in Europa stehen – trotz sehr unterschiedlicher biogeografischer Ausgangslagen – vor ähnlichen Herausforderungen: zunehmende Versiegelung, urbane Hitzeinseln, Überflutungsrisiken, Biodiversitätsverlust und gesundheitliche Belastungen. GreenScape CE setzte genau hier an und zeigte, wie naturbasierte Lösungen systematisch in bestehende graue Infrastrukturen integriert werden können. 

Im Fokus standen fünf besonders betroffene Städte: Mailand, Ptuj, Szeged, Warschau und Zagreb. Durch Peer-to-Peer-Lernen, transnationalen Kapazitätsaufbau und partizipative Entscheidungsprozesse wurden dort maßgeschneiderte NbS-Ansätze entwickelt und umgesetzt. 

Von Pilotprojekten zu skalierbaren Werkzeugen 

Ein zentrales Anliegen der Konferenz war es, die konkreten Ergebnisse von GreenScape CE sichtbar zu machen. Neben den lokalen Pilotaktionen präsentierte das Projekt eine Reihe praxisnaher Werkzeuge für Städte und öffentliche Akteur:innen, darunter: 

  • eine Visual Mapping Platform, die Pilotmaßnahmen und ihre Wirkungen anschaulich darstellt und als Planungshilfe dient, 
  • technische Leitfäden und Ausschreibungsgrundlagen für NbS- und GI-Projekte, 
  • ein Finanzierungshandbuch für öffentliche Projektträger, 
  • sowie partizipative Tools, die Bürger:innen aktiv in Co-Creation-Prozesse einbinden, 
  • GRÜNSTATTGRAU präsentierte außerdem den österreichischen neuen Lehrberuf “Klimagärtner:in”. 

Diese Instrumente sollen die Übertragbarkeit und langfristige Verankerung naturbasierter Lösungen über die Pilotgebiete hinaus erleichtern. 

Austausch, Wirkung und europäische Perspektive 

Das Konferenzprogramm spannte den Bogen von der strategischen Einordnung bis zur praktischen Umsetzung. In einer hochrangig besetzten Plenarsession – unter anderem mit dem Lead Partner REGEA, Vertreter:innen des Interreg Central Europe Joint Secretariat sowie Pilotstädten – wurde die Rolle von NbS für eine klimaresiliente Stadtentwicklung auf europäischer Ebene diskutiert. 

Ein interaktiver virtueller Rundgang durch die Pilotstädte ermöglichte vertiefte Einblicke in lokale Umsetzungsprozesse. Thematische Sessions widmeten sich anschließend den Mehrwerten von NbS für Gesundheit und Wohlbefinden, Green Skills, Governance, innovative Finanzierungsmodelle sowie Bürger:innenbeteiligung. 

Höhepunkt der Veranstaltung war die Forward Dialogue Roundtable unter dem Titel „From Pilots to Policy: Scaling Nature-Based Urban Transformation in Central Europe“. Hier diskutierten Städte, europäische Netzwerke und EU-Stakeholder, wie die gewonnenen Erkenntnisse in politische Strategien überführt und in weiteren Städten skaliert werden können. 

Kooperation als Vermächtnis 

Zum Abschluss blickte die Konferenz bewusst über das Projektende hinaus. Die vorgestellte GreenScape CE Legacy machte deutlich: Der eigentliche Mehrwert liegt nicht nur in einzelnen Pilotprojekten, sondern in der dauerhaften Stärkung von Kooperation, Wissenstransfer und Multi-Level-Governance. Ganz im Sinne des Interreg-Leitgedankens „Cooperation is Central“ setzt GreenScape CE damit ein starkes Zeichen für die Zukunft klimaresilienter Städte in Europa. 

Als Projektpartner freut sich GRÜNSTATTGRAU, Teil dieses europäischen Netzwerks gewesen zu sein und die Weiterentwicklung naturbasierter Lösungen aktiv mitzugestalten. 


Quelle: GRÜNSTATTGRAU
Februar 2026

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