GrünAktivHaus

Eines der ersten Qualifizierungsnetze, das in Österreich stattgefunden hat, war „GrünAktivHaus: Bauwerksbegrünung trifft erneuerbare und nachhaltige Energie- und Bautechnik“. Das GrünAktivHaus-Qualifizierungsnetzwerk war ein von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) unterstütztes Projekt (Programm‚ Forschungskompetenzen für die Wirtschaft).

Das Netzwerk – bestehend aus 16 Partnern und Partnerinnen aus Wirtschaft und Forschung – strebte die Kompetenzsteigerung durch multilateralen Wissenstransfer an. Der neue Ansatz der „integralen Planung“ half angesichts fortwährender, technologischer Entwicklungen die Komplexität modernen Planungen zu reduzieren. Durch interdisziplinäres Zusammenspiel, gemeinsame Entscheidungsfindungen, gegenseitiges Verständnis sowie das Einbringen kreativer Ideen aller Beteiligten im Planungsprozess fand ein laufender Austausch statt, der einen reibungslosen Ablauf der Bauphase gewährleistet.

Motivation

Die Branche der Bauwerksbegrünung erfährt durch neuartige Begrünungstechniken in ganz Europa derzeit eine rasche Marktentwicklung und steht im Mittelpunkt der grünen und klima‐aktiven Stadt unserer Zukunft. Die Bildung einer qualitativ hochwertigen Schnittstelle zwischen technischen Gebäudegewerken und neuen, klimaaktiven, solaren und grünen Baugewerken war notwendig. Das Qualifizierungsnetzwerk wurde als eine maßgeschneiderte Qualifizierungsmaßnahme, das

Kompetenz und Engagement von allen am Gebäudebau, -begrünung und -technik beteiligten Akteure und Akteurinnen gesteigert hat, gewählt. Die Vernetzung erfolgt zwischen Gewerken, Wissenschaft und Forschung und führte zu der Gründung des Innovationslabors GRÜNSTATTGRAU 2017.

Zielsetzung

Ziel des Projektes war die Optimierung von Gebäuden mittels Bauwerksbegrünung. Bauwerksbegrünung wurde dadurch von einen „nice to have“ zu einem etablierten Gewerk der Gebäudeoptimierung geführt.

Das Qualifizierungsnetz startete 2012 und führte bis 2014 diverse Akteure aus den Bereichen und Fachdisziplinen

- Gebäudebau - Gebäudephysik

- Gebäudetechnik - Energietechnik

- Gebäudebegrünung - Vegetationstechnik zusammen.

Die Unternehmenspartnern des Qualifizierungsnetzwerk waren ausschließlich KMU und viele von Ihnen waren zu dem damaligen Zeitpunkt FFG Ersteinreicher.

Ein GrünAktivHaus-Netzwerk wurde als kompetenter Partner bei Entwurfs-, Planungs- und Ausführungsprozessen mit einem breiten Leistungsspektrum entwickelt:

1. für Beratung und Vermittlung

2. für Aus- und Weiterbildung: Informationstage, Seminare, Kurse

3. für Qualitätssicherung: Gutachten, Ausschreibungen, Zertifizierungen, Evaluierung

4. für Forschung

5. mit einer Mitgliedschaft im innovativen GrünAktivHaus-Netzwerk

Das Qualifizierungsnetz GrünAktivHaus strebte einen nationalen und internationalen Wissenstransfer an, um zukünftig Qualität, Regenerationsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit von Stadtlandschaften nachhaltig zu gestalten. Eine Stärkung der ‚Grünen Branche’ und der Baubranche wurde erzielt.

Inhalt

Ein Transfer von neuen Ansätzen im Gebäudebau wurde durchgeführt, wobei der Focus auf Synergien zwischen Bauwerksbegrünung, Photovoltaik, Lichttechnologie, Bewässerung, Passiv-/Plusenergiehausbau, versickerungsfähige Wegebefestigungen,... als Alternativen zu herkömmlichen Technologien lag. Die Bildungsmaßnahme bestand aus 4 Modulen, wobei die Thematik zuerst aus der Metaebene ‚Stadt und Umwelt’ betrachtet wurde und in weiterer Folge auf die Gebäudeebene, sowie auf die Gebäudeteile herunter gebrochen wurde. Abschließend wurde das zuvor gemeinsam erarbeitete Wissen an einem realen Objekt in Planung und Bau angewandt (Demo-und Leuchtturmprojekt).

Demoprojekt

Das Erkennen von gemeinsamen, komplexen und ungelösten Schnittpunkten sowie Erarbeiten von Lösungsansätzen mittels einem gemeinsamen entwickelten Umsetzungs- und Leuchtturmprojekts. Großschönau (https://gruenstattgrau.at/projekt/gruenaktivhaus-in-grossschoenau-niederoesterreich/) war das erste Demoprojekt, das die Kombination Solarthermie und Bauwerksbegrünung in einer Vielfalt an Systemen demonstriert und präsentiert den mit Innovation verbundenen Stand der Technik.

Folgeprojekte

Dem Qualifizierungsnetz mit seinem Demoprojekt folgten weitere Aktivitäten in unterschiedlichen Bereichen:

- Das Wissen floss in die Fachausschüsse (2018 wurde dem Innovationslabor der Living Standards Award von Austrian Standards verliehen.

- Impulse für Brandschutzversuche wurden gesetzt

- Diverse Qualifizierungsmaßnahmen in diesem Bereich gesetzt

- Innovationslabor GRÜNSTATTGRAU Qualifizierungsprogramm weiterentwickelt

Daneben wurden Impulse für Folgeprojekte in diversen Förderprogrammen realisiert. Der Verband für Bauwerksbegrünung, Eigentümer der GRÜNSTATTGRAU Forschungs- und Innovations GmbH (Träger des Innovationslabors) wurde durch das Qualifizierungsnetzwerk um wesentliche Akteure erweitert.

 

Fassadenbegrünung in Holzrahmen mit PV Modulen © Uli Pitha
teilflächige Fassadenbegrünung © Joachim Kräftner
Photovoltaik-Module © Joachim Kräftner
System 'Optigrün' © Joachim Kräftner
unterschiedliche Module © Joachim Kräftner
teilflächige Fassadenbegrünung © Joachim Kräftner

Beginn

Okt 2012

Ende

Sep 2014

Förderprogramm

FORSCHUNGSKOMPETENZEN FÜR DIE WIRTSCHAFT Qualifizierungsnetze – 1. Ausschreibung

Projektlaufzeit

24 Monate

Projektkosten

300.000,-€€

Projektpartner

 

 

Tipp: Dieses Projekt kann im Rahmen einer GRÜNSTATTGRAU Exkursion besichtigt werden.

 

Weitere Infos

Downloads

GrünstattGrau wird ermöglicht durch

Logo vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
Logo von FFG
Logo Stadt der Zukunft Innovationslabor

Stadt der Zukunft ist ein Forschungs- und Technologieprogramm des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie. Es wird im Auftrag des BMVIT von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik ÖGUT abgewickelt.

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